Über den Wildfräuleinstein zur Willersalpe

Auf dem Weg zur Willersalpe befindet sich in einer Felswand eine Grotte, die durch eine Querwand in zwei Kammern geteilt ist. Der Sage nach sollen hier vor uralten Zeiten wilde Fräulein gehaust haben.

Wildfräuleinstein Willersalpe

Der sagenträchtige Wildfräuleinstein auf dem Weg zur Willersalpe

Bergtour zur urigen Willersalpe

Wildfräuleinstein Willersalpe

Die urige Willersalpe

Wild ist nach traditionellen Vorstellungen auch die Haartracht der drei Bertele-Brüder, welche die Willersalpe sehr klimafreundlich bewirtschaften. Die Versorgung der Hütte erfolgt nicht durch Jeep oder gar Hubschrauber, sondern auf dem Rücken von Haflinger-Pferden.

In Hinterstein folgt man vom Gasthaus Grüner Hut aus einem Bergweg, der in vielen Kehren den steilen Südhang des Bschießer bergan führt. Bei einer Gabelung geht man in Richtung »Wildfräuleinstein/ Willersalpe«. Am Aussichtspunkt des sogenannten Köpfle bietet sich eine längere Pause an, um die schönen Talblicke zu genießen. Ab jetzt verläuft der Pfad in Richtung Willersalpe am Hang entlang fast eben und man kommt direkt am Wildfräuleinstein vorbei, wo es sich anbietet, folgende Sage vorzulesen:

Die Sage der Wilden Fräulein

In dieser Höhle hausten vor Zeiten wilde Fräulein, von denen fünf Rezabell, Stutzamutz, Hurlahutsch, Ahudlamutz und Gertrudle hießen. Sie erschienen den Bergheuern und Sennen, waren freundlich gegen die Menschen, ja manchmal kamen sie bis nach Hinterstein in die Häuser. Einmal heiratete eines der Fräulein einen Burschen aus dem Dorf, aber ausdrücklich unter der Bedingung, dass man ihr keinen Namen gebe. Denn würde man zufällig ihren wirklichen Namen treffen, so müsste sie sogleich fortgehen. Der Bursche und das Fräulein lebten lange glücklich miteinander. Auch die Nachbarn hatten die fleißige Frau lieb. Eines Tages stand sie im Garten und wurmte das Kraut ab. Da kam ein anderes Weib des Weges, die rief über den Zaun: »Oh mei liabs Gertrüdle, wia fresset dia Würmle deine Krütle.« Da wurde das Fräulein leichenblass, fing an zu weinen und klagte bitterlich darüber, dass sie nun nicht mehr bleiben dürfe, da man sie bei ihrem richtigen Namen genannt habe.

Hinauf zur Willersalpe

Wildfräuleinstein Willersalpe

Karte Wildfräuleinstein und Willersalpe

Nachdem man das Naturdenkmal bewundert hat, folgt man weiter dem hangparallelen Bergweg und quert schließlich wieder leicht ansteigend den Willersbach. Kurz davor stößt von rechts eine alternative Anstiegsmöglichkeit zur Willersalpe hinzu, die man für den Abstieg benutzen kann. Zuletzt geht es deutlich steiler in Kehren bergan, bis man den flachen, grünen Talkessel erreicht, in dem die urige Willersalpe liegt.

Informationen Wildfräuleinstein und Willersalpe

Ausgangs-/Endpunkt Parkplatz (gebührenpflichtig) am Ortsausgang von Hinterstein
Anfahrt Bahn: Mit dem Zug direkt nach Sonthofen und mit den Bus 9748 nach Hindelang und von dort mit Bus 9749 nach Hinterstein.
Auto: Von München über die A 96 bis Ausfahrt Jengen/Kaufbeuren und weiter auf der B 12 Richtung Kempten bis zur Auffahrt Kempten der A 7 (von Stuttgart über A 8 auf die A 7). Auf dieser Richtung Füssen und beim Autobahndreick Allgäu rechts Richtung Oberstdorf. Bei Ausfahrt Waltenhofen von der Autobahn ab und weiter auf der B 19 nach Sonthofen Hier links in Richtung Hindelang und vor dem Ort rechts nach Hinterstein abbiegen.
Gehzeit 3 Std. 30 Min. (Aufstieg 2 Std., Abstieg 1 Std. 30 Min.)
Höhendifferenz 600 Hm
Einkehr Willersalpe, im Sommer durchgehend geöffnet
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