Sagenweg und Sturmannshöhle bei Obermaiselstein

Südlich von Obermaiselstein liegt am Fuße des Schwarzenbergs die einzig begehbare Höhle des Allgäus. Um diese sogenannte Spalthöhle ranken sich viele Sagen und Legenden. Deswegen wurde auf dem Weg zur Höhle ein Sagenweg eingerichtet, der nicht nur für Kinder interessant ist.

Sagenweg Sturmannsthöhle

Um die Sturmannshöhle ranken sich Sagen und Legenden

Auf sagenumwobenen Pfaden

Sagenweg Sturmannshöhle

Sagenweg und Sturmannshöhle

Auch wenn Sie im Hochsommer die Höhle aufsuchen, dürfen Sie warme Bekleidung nicht vergessen: Im Erdinneren liegt die Lufttemperatur bei konstanten vier Grad Celsius. Die Höhle wird im Rahmen von stündlichen Führungen besucht. Am Ausgangspunkt folgt man dem Wegweiser »Sturmannshöhle/Sagenweg«.

Der Weg führt im Wald ansteigend an Sagen-Stationen vorbei zum »Höhlenstüble« hinauf, das man nach etwa einer halben Stunde Gehzeit erreicht. Die Sagen-Stationen erzählen unter anderem vom Venedigermännle, das einen Obermaiselsteiner mit einem Goldklumpen beschenkte, von den Wilden Fräulein, die im Fallenbach ihr Linnen wuschen und einem Drachen, der über den sagenhaften Schatz der Sturmannshöhle wachte.

 

Erlebnisbad Fischen
Im Hochsommer bietet sich nach der Höhlenbesichtigung ein Badenachmittag im Erlebnisbad Fischen an. Dieses besitzt ein Mehrzweckbecken mit 25 Meter Schwimmerbecken, Strömungskanal, Kletternetz im Wasser, Massagedüsen, Planschbecken und Wasserspielgarten. Dazu gibt es eine große Spiel- und Liegewiese mit Bergblick. Das Bad liegt kurz hinter Fischen an der Hauptstraße Richtung Oberstdorf und ist von Juni bis August bis 19 Uhr geöffnet.

Tief unter der Erde in der Sturmannshöhle

Sagenweg Sturmannshöhle

Karte: Sagenweg und Sturmannshöhle

Vom »Höhlenstüble« aus, wo man die Eintrittskarten kauft, geht es etwas steiler in wenigen Minuten zum Höhleneingang hinauf. Dort gibt es eine Einführung zur Entstehung der Höhle und Geschichten rund um sie. Im Kern hat sich die spaltenförmige Höhle entlang einer geologischen Schichtfuge entwickelt. Bei der Auffaltung der Alpen wurden die sogenannten Schrattenkalkschichten um fast 90 Grad gekippt und stehen heute fast senkrecht.

An verschiedenen Stellen in der Höhle sieht man sehr deutlich, wie sich die Gesteinspakete weiter verschieben und so wird die ganze Dynamik der Gebirgsbildung sehr anschaulich. In der Höhle selbst geht es auf gut angelegten Stufen 300 Meter tief in den Berg hinein. 120 Millionen Jahre alte Gesteinsformationen begleiten den Weg zum Drachentor, vorbei am Höhlenrachen bis zum Höhlenkessel. Beeindruckend sind die Tiefblicke in den abgrundtiefen Felsriss. Schließlich wird im Höhlenschacht auf 180 Treppenstufen ins unterste Stockwerk der Höhle mit dem gurgelnden und tosenden Höhlenbach und dem Höhlensee abgestiegen.

Informationen zu Sagenweg und Sturmannshöhle

Ausgangs-/Endpunkt Kleiner Parkplatz bzw. Bushaltestelle am »Hirschsprung«
Anfahrt Bahn: Mit dem Zug über Immenstadt nach Fischen und von dort mit Bus 9744 zur Haltestelle Hirschsprung.
Auto: Über die B 12 und A 7 bzw. direkt über die A 7 zum Autobahndreieck Allgäu. Auf der A 980 bis Ausfahrt Waltenhofen und auf der B 19 Richtung Oberstdorf. In Fischen rechts nach Obermaiselstein und weiter Richtung Tiefenbach. Bei Parkplatz/ Bushaltestelle Hirschsprung parken
Einkehr Hansl’s Höhlenstüble unterhalb des Höhleneingangs
Informationen Sturmannshöhle: Führungen im Sommer stündlich ab 9.30 Uhr; Dauer der Führung ca. 30 Min.; aktuelle Infos (z.B. bei eventuellen Sperrungen nach Starkniederschlägen) unter www.sturmannshoehle.de, Tel. 08326/383 09
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